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Kloster Malchow

Seit einiger Zeit gibt es von Seiten der Stadt Bemühnungen das Malchower Kloster wiederzubeleben. Bereits 2000/2001 konnte ein Backsteingebäude am Rande des Klosters, es ist das jüngste der Klosteranlage und stammt aus dem Jahr 1847, grundlegend saniert werden. Seitdem beherbergt es vorwiegend Familien. Für die übrigen Gebäude sieht die Planung eine kombinierte Nutzung aus Kultur und Wohnen vor. Ein erster Schritt wurde mit der Eröffnung des Kunstmuseums im Mai 2008 getan.

Noch ist es schwierig zu erkennen, welch Kleinod dort unter altem Verputz schlummert, wer jedoch Malchow und seinem Kloster einen Besuch abstattet, wird sich der Faszination kaum entziehen können.

Klosterkirche
Der erste Kirchenbau reicht in die Zeit vor 1298 zurück. Dieses einschiffige Gotteshaus war aus Feldsteinen errichtet worden und konnte trotz mehrmaliger Umbauten auf Grund seiner geringen Größe und Schlichtheit den Ansprüchen an eine Klosterkirche nie völlig genügen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden außerdem vielfältige Reparaturen notwendig, so dass sich die Klosterbeamten für einen Neubau einsetzten. Der alte Kirchenbau wurde abgetragen und an seiner Stelle in den Jahren 1844 bis 1849 nach einem Entwurf des Hofbaumeisters Friedrich Wilhelm Buttel (1796-1869) eine Kirche im neogotischen Stil errichtet. Am 22. April 1849 wurde der neue Kirchenbau geweiht. Bereits 1888 verheerte ein Feuer die Kirche und ließ nur den Turm und die Außenmauern stehen. Unter dem Geheimen Oberbaurat Georg Daniel (1829-1913) wurde sie zwischen 1888 und 1890 wieder aufgebaut.
Seit 1997 befindet sich die Klosterkirche im Besitz der Stadt Malchow und dient seither als Ausstellungsraum des Mecklenburgischen Orgelmuseums sowie als Ort für Konzerte und Trauungen.

Engelscher Garten

Der Name dieser parkähnlichen Anlage geht auf Johann Jakob Christian Engel (1762-1840) zurück, der in der Zeit von 1786 bis 1819 als Küchenmeister im Kloster tätig war. Auf seine Veranlassung wurde das Gelände südwestlich der Klostermauer bis etwa zum Ende des Klosterfriedhofes umgestaltet. Unter seinen beiden Nachfolgern wurde der Garten mehr und mehr erweitert. Bis 1855/56 erfolgte mit der letzten Bauphase eine Ausdehnung auf die heutige Gestalt des Gartens.
Während der Garten ursprünglich den Insassinnen des Klosters vorbehalten war, erfreuen sich heute viele Malchower und Gäste seines besonderen Charmes.